Zelluläre Resilienz – Integrative Krebsprävention

Marco Kittel · Letzte Aktualisierung: 16. Februar 2026 · 52 Seiten · 40+ Substanzen
Als PDF herunterladen

Zelluläre Resilienz: Integrative Krebsprävention & Zellschutz-Protokoll

Originaltitel: Impf-Krebsprotokoll – Natürliche Strategien gegen Spike-Protein-induzierte Zellschäden


Disclaimer / Impressum

Erstellt von: Marco Kittel, Bahnhofstraße 92, 59199 Bönen, Tel: 017634577186, Mail: , Web: https://marcokittel.de

Datum der letzten Aktualisierung: 16. Februar 2026

Wichtiger Hinweis: Dieses Dokument dient ausschließlich der privaten Informationssammlung und stellt keine medizinische Beratung dar. Die hier aufgeführten Informationen ersetzen nicht die Diagnose, Beratung oder Behandlung durch einen qualifizierten Arzt oder Heilpraktiker. Vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln – insbesondere in den hier genannten hochdosierten Bereichen – sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden. Wechselwirkungen mit Medikamenten und individuelle Kontraindikationen (z. B. Niereninsuffizienz, Blutverdünner, Schilddrüsenerkrankungen) müssen ausgeschlossen werden. Die zitierten Studien sind am Ende des Dokuments aufgeführt; einige befinden sich im Preprint-Stadium oder wurden zurückgezogen – dies ist jeweils gekennzeichnet. Der Autor übernimmt keine Haftung für gesundheitliche Folgen, die aus der Anwendung der hier beschriebenen Maßnahmen entstehen.


Inhaltsverzeichnis

  1. Lifestyle-Fundament (Bewegung, Schlaf, Stressreduktion, Toxinvermeidung)
  2. Die Basis-Architektur (Foundation & Stability)
  3. Der p53-Hack: Salvestrole & CYP1B1
  4. Die Entgiftungs-Kaskade (NAC, Glutathion, Selen, TMG)
  5. Spike-Protein-Degradation & Autophagie
  6. Synergistische Verstärker (Curcumin, Quercetin, Zink, Melatonin, EGCG, Kreatin, Sulforaphan, Lycopin, Niacin/NAD+)
  7. Ergänzende Schlüsselsubstanzen (Vitamin C, Probiotika, B-Vitamine)
  8. Priorisierungsstufen (Stufe 0 → Basis → Erweitert → Vollstack)
  9. Tagesplan (Einnahmeprotokoll)
  10. Wechselwirkungs-Matrix
  11. Individualisierung & Anpassung
  12. Eskalation & Schulmedizinische Integration
  13. Gen-basiertes Krebs-Protokoll (Funktionelle Genomik)
  14. Anpassung nach Tumorentität
  15. Monitoring & Erfolgskontrolle
  16. Fazit und Bewertung
  17. Studienverzeichnis

Zusammenfassung

Dieses Protokoll beschreibt einen biochemisch fundierten “System-Restaurierungs-Algorithmus” – ein komplexes Protokoll zur Wiederherstellung der zellulären Homöostase unter Spike-Protein-Exposition (sowohl durch SARS-CoV-2-Infektion als auch durch Impfung).

Es ist kein einfaches Nahrungsergänzungsmittel-Paket, sondern ein mehrstufiges Interventionssystem mit folgenden Zielen:

  1. Entzündungshemmung und Membranstabilität (Foundation Layer)
  2. p53-Tumorsuppressor-Reaktivierung (Salvestrol/CYP1B1-Pathway)
  3. Entgiftung und Redox-Balance (NAC/Glutathion/Selen-Kaskade)
  4. Spike-Protein-Degradation (Proteolytische Enzyme)
  5. Zelluläres Recycling (Autophagie-Aktivierung)
  6. Immunmodulation über den Darm (Mikrobiom-Restauration)
  7. Synergistische Signalverstärkung (Curcumin, Quercetin, Zink, Melatonin, EGCG, Sulforaphan, Lycopin, Niacin/NAD+)

Das Protokoll umfasst darüber hinaus eine dreistufige Priorisierung (Basis → Erweitert → Vollstack), einen detaillierten Tagesplan, eine Wechselwirkungs-Matrix für Medikamente und Substanzen, Leitlinien zur Individualisierung und schulmedizinischen Eskalation sowie ein gen-basiertes Krebs-Protokoll (Abschnitt 12), das genetische Polymorphismen (TP53, BRCA1/2, MSH2/MLH1, MTHFR, TNF-α, IL-6, GSTM1/GSTT1, SOD2) mit den passenden Cofaktoren, Ernährungs-Triggern und laborchemischen Zielwerten verknüpft.

Die folgenden Abschnitte beschreiben die einzelnen Strategieebenen im Detail, beginnend mit dem Lifestyle-Fundament und der biochemischen Basis.

0. Lifestyle-Fundament

Bevor Supplemente wirken können, muss das Fundament stimmen. Die folgenden vier Lifestyle-Faktoren sind kostenlos, evidenzbasiert und haben jeweils für sich genommen eine stärkere Krebsrisikoreduktion als jedes einzelne Supplement in diesem Protokoll.

Bewegung

Schlaf

Stressreduktion

Toxinvermeidung

💡 Kostenlose Krebsprävention zusammengefasst: Wer sich 150 Min./Woche bewegt, 7–9 h schläft, Stress aktiv managt und Alkohol/Rauchen/verarbeitetes Fleisch meidet, hat bereits eine stärkere Risikoreduktion als durch jedes einzelne Supplement in diesem Protokoll. Die Supplemente verstärken dieses Fundament – sie können es aber nicht ersetzen.


1. Die Basis-Architektur (Foundation & Stability)

Dein Fundament (Vitamin D, Omega 3, Protein, Low Carb) zielt auf Entzündungshemmung und Membranstabilität.

2. Der p53-Hack: Salvestrole & CYP1B1 (Der Selektive Apoptose-Pfad)

Das ist der zentrale Baustein des Protokolls im Kontext der Spike-Protein-Gefährdung.

⚠️ Evidenzlage zur Spike-p53-Hypothese

Die These, dass das SARS-CoV-2-Spike-Protein p53 direkt hemmt, basiert auf begrenzter und teils umstrittener Evidenz:

Studie Methode Status Evidenzstärke
Jiang & Mei (2021) [Studie 4] In vitro ⚠️ RETRACTED (Mai 2022) Keine verwertbare Evidenz
Singh et al. (2020) [Studie 5] In silico (Computermodell) Publiziert 💻 Sehr niedrig – nur Modellierung
Kyriakopoulos et al. (2022) [Studie 6] In vitro (Zelllinien) Publiziert (Cureus) 🔬 Niedrig – eine Arbeitsgruppe, kein Peer-Review-Journal mit hohem Impact

Bewertung: 🟡 HYPOTHESE – nicht gesichert. Es gibt plausible mechanistische Hinweise, aber keine RCTs oder große Kohortenstudien, die eine klinisch relevante Spike-p53-Blockade beim Menschen belegen. Die Krebsprävention durch die hier beschriebenen Substanzen ist jedoch unabhängig von der Spike-Hypothese gut belegt (über p53-Stabilisierung, Nrf2-Aktivierung, Autophagie etc.). Das Protokoll behält daher seinen Wert auch ohne bestätigte Spike-p53-Interaktion.

3. Die Entgiftungs-Kaskade (NAC, Glutathion, Selen, TMG)

Hier wird der oxidative Stress adressiert, den Spike-Protein-Exposition erzeugt.

4. Spike-Protein-Degradation & Autophagie (Das Upgrade)

Um diesen Stack um die aktive Spike-Protein-Beseitigung zu erweitern, sind zwei zusätzliche Komponenten notwendig:

A. Proteolytische Enzyme (Spike-Protein-Abbau)

B. Autophagie-Aktivierung (Zelluläres Recycling)

5. Synergistische Verstärker

Die folgenden Substanzen ergänzen das Protokoll um weitere synergistische Wirkpfade und verstärken die Kernmechanismen aus den Abschnitten 1–4:

6. Ergänzende Schlüsselsubstanzen

Die folgenden Substanzen ergänzen die Kernmechanismen aus den Abschnitten 1–5 um essentielle Cofaktoren:

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Probiotika & Darmgesundheit

B-Vitamin-Komplex (Methylierungs-Support)


7. Priorisierungsstufen

Nicht jeder kann oder will alle Substanzen gleichzeitig einnehmen. Hier eine Einteilung in vier Stufen:

Stufe 0: MINIMUM (Lifestyle + 3 Substanzen) – Für jeden zugänglich

Diese Stufe kostet < 15 €/Monat und ist für Menschen gedacht, die sich kein umfangreiches Supplement-Protokoll leisten können oder wollen. Die Lifestyle-Maßnahmen (Abschnitt 0) sind hier besonders wichtig.

Maßnahme Dosis/Tag Kosten Begründung
Vitamin D3 2000–4000 IE ca. 3–5 €/Monat Immunregulation, p53-Support (Bluttest 1×/Jahr empfohlen)
Kurkuma als Gewürz + schwarzer Pfeffer (Piperin) 1 TL/Tag in Speisen ca. 2 €/Monat NF-κB-Hemmung (geringere Bioverfügbarkeit als liposomal, aber wirksam)
Grüntee (lose Blätter) 3–5 Tassen/Tag ca. 5–8 €/Monat EGCG, Zink-Ionophor, STAT3-Hemmung, Autophagie
Brokkolisprossen (Eigenzucht) 30–50 g/Tag ca. 3 €/Monat (Samen) Sulforaphan → Nrf2-Aktivierung, HDAC-Hemmung, p53-Stabilisierung
Intervallfasten (16:8) 16 h Fastenphase Kostenlos mTOR-Hemmung, Autophagie-Aktivierung, Insulinsenkung
Bewegung (150 Min./Woche) Zügiges Gehen, Radfahren Kostenlos 20–42 % Krebsrisikoreduktion (Moore et al., 2016)
Tomatenmark + Olivenöl 2 EL Tomatenmark/Tag ca. 2 €/Monat Lycopin (bioverfügbar durch Erhitzen + Fett)

Kosten: ca. 10–15 €/Monat. Diese Stufe ist weltweit umsetzbar und bereits signifikant wirksam.

Stufe 1: BASIS (Die unverzichtbaren 5)

Substanz Dosis/Tag Begründung
Vitamin D3 + K2 5000–10000 IE D3 + 200 µg K2 (MK7) Master-Regulator Immunsystem & p53
Omega 3 (Algenöl) 2–3 g EPA+DHA Membranschutz, Entzündungshemmung
NAC 800–1200 mg Glutathion-Vorläufer, Redox-Balance
Vitamin C (liposomal) 2000 mg Glutathion-Recycling, Kollagen, Immunsystem
Zink 25 mg + 1 mg Kupfer p53-Cofaktor, antivirale Wirkung

Kosten: ca. 40–60 €/Monat. Geeignet für Prävention und Langzeit-Einnahme.

Stufe 2: ERWEITERT (Stufe 1 + aktiver Spike-Abbau)

Substanz Dosis/Tag Begründung
Alles aus Stufe 1
Nattokinase 2000–4000 FU Spike-Protein-Degradation
Quercetin + Vitamin C 500 mg Quercetin Zink-Ionophor, Senolytikum
Selen 200 µg Glutathionperoxidase-Cofaktor
Magnesium 300–400 mg (Glycinat) Vitamin-D-Aktivierung, 300+ Enzymreaktionen
Probiotikum 10 Mrd. KBE Darmbarriere, Immunmodulation
Sulforaphan 30–60 mg Nrf2-Aktivierung, HDAC-Hemmung, p53-Stabilisierung
B-Komplex (5-MTHF, B12, B6, B2) Aktivierte Formen Methylierung, DNA-Reparatur, Homocystein-Senkung

Kosten: ca. 100–140 €/Monat. Empfohlen bei bekannter Spike-Exposition (Post-COVID oder Post-Vakzin).

💡 Kosten-Orientierung Stufe 2 (Einzelsubstanzen, zusätzlich zu Stufe 1): Nattokinase ~12–18 €, Quercetin ~8–12 €, Selen ~5–8 €, Magnesium ~6–10 €, Probiotikum ~12–20 €, Sulforaphan ~15–25 €, B-Komplex ~10–15 €. Bei knappem Budget zuerst Magnesium + Selen + B-Komplex priorisieren (Grundversorgung), dann Sulforaphan + Nattokinase.

Stufe 3: VOLLSTACK (Stufe 2 + therapeutisch-aggressive Intervention)

Substanz Dosis/Tag Begründung
Alles aus Stufe 2
Salvestrol Platinum lt. Hersteller CYP1B1-vermittelte selektive Apoptose
Bromelain 500–1000 mg (nüchtern) Synergistischer Spike-Abbau
Curcumin (liposomal) 500–1000 mg NF-κB-Hemmung, p53-Modulation
S-Acetyl-Glutathion 200–400 mg Neuroprotektiv, Blut-Hirn-Schranke
TMG 1000–2000 mg Methylierung, Homocystein-Senkung
Spermidin 1–5 mg Autophagie-Induktion
Melatonin 1–5 mg (abends) Mitochondrienschutz, p53-Verstärkung
EGCG 400–800 mg ACE2-Blockade, Autophagie
Kreatin 3–5 g Zelluläre Energiereserve (Herz, Gehirn)
Lycopin 15–30 mg IGF-1-Hemmung, Apoptose-Induktion, Zellschutz
Niacinamid oder NMN 500–1000 mg bzw. 250–500 mg DNA-Reparatur (PARP), Sirtuin-Aktivierung

Kosten: ca. 250–400 €/Monat. Für akute Situationen: aktive Krebsprävention bei Hochrisikopatienten, schweres Long-COVID, deutlich erhöhte D-Dimere.

💡 Kosten-Orientierung Stufe 3 (Einzelsubstanzen, zusätzlich zu Stufe 2): Salvestrol ~40–60 €, Bromelain ~8–12 €, Curcumin liposomal ~18–30 €, S-Acetyl-Glutathion ~20–35 €, TMG ~8–12 €, Spermidin ~15–25 €, Melatonin ~5–8 €, EGCG ~10–15 €, Kreatin ~8–12 €, Lycopin ~10–15 €, Niacinamid ~6–10 € / NMN ~30–60 €. Bei knappem Budget innerhalb Stufe 3 zuerst Curcumin + Melatonin + EGCG + Kreatin (höchste Kosten-Nutzen-Ratio), dann schrittweise erweitern.


8. Tagesplan (Einnahmeprotokoll)

Hinweis: Dieser Plan gilt für Stufe 3 (Vollstack). Bei Stufe 1 oder 2 nur die entsprechenden Substanzen einnehmen. Alle Zeiten sind Richtwerte und können um ±1 Stunde verschoben werden.

Morgens, nüchtern (6:30–7:00 Uhr)

Substanz Dosis Hinweis
Nattokinase 2000 FU Mind. 30 Min. vor Essen
Bromelain 500 mg Zusammen mit Nattokinase

Begründung: Proteolytische Enzyme müssen nüchtern eingenommen werden, damit sie nicht für die Verdauung verbraucht werden, sondern systemisch wirken.

Frühstück / Erste Mahlzeit (7:30–8:00 Uhr) – Beginn des Essensfensters

Substanz Dosis Hinweis
Vitamin D3 5000–10000 IE Fettlöslich → zu fettreicher Mahlzeit
Vitamin K2 (MK7) 200 µg Zusammen mit Vitamin D
Omega 3 (Algenöl) 1–1,5 g EPA+DHA Zu Mahlzeit (bessere Absorption)
Magnesium (Glycinat) 150–200 mg Halbe Tagesdosis
Curcumin (liposomal) 500 mg Fettlöslich → zu Mahlzeit
Selen 200 µg Zu Mahlzeit
Kreatin 3–5 g In Wasser/Smoothie auflösen
Sulforaphan 30–60 mg Zu Mahlzeit, nicht erhitzen
Lycopin 15–30 mg Fettlöslich → zu fettreicher Mahlzeit
B-Komplex (5-MTHF, B12, B6, B2) Aktivierte Formen Zu Mahlzeit; NICHT bei MTX-Therapie
Probiotikum 10 Mrd. KBE 15 Min. vor Mahlzeit oder zu Mahlzeit

Mittags (12:00–13:00 Uhr)

Substanz Dosis Hinweis
NAC 600 mg Zwischen den Mahlzeiten optimal
Quercetin 500 mg Zusammen mit Vitamin C
Vitamin C (liposomal) 1000 mg Synergie mit Quercetin
Zink (Picolinat) 25 mg Zu Mahlzeit (weniger Magenreizung)
Kupfer 1 mg Zusammen mit Zink
TMG 1000 mg Zu Mahlzeit
EGCG 400 mg Nicht zusammen mit Eisen-reichen Lebensmitteln
Niacinamid oder NMN 500 mg bzw. 250 mg DNA-Reparatur, Sirtuin-Aktivierung

Nachmittags (15:00–16:00 Uhr) – Letzte Dosis vor Essensfenster-Ende

Substanz Dosis Hinweis
Omega 3 (Algenöl) 1–1,5 g EPA+DHA Zweite Hälfte der Tagesdosis
Vitamin C (liposomal) 1000 mg Zweite Dosis
S-Acetyl-Glutathion 200–400 mg Fettlöslich
Salvestrol Platinum lt. Hersteller Zu Mahlzeit
Magnesium (Glycinat) 150–200 mg Zweite Hälfte

Abends vor dem Schlafen (21:00–22:00 Uhr)

Substanz Dosis Hinweis
Melatonin 1–5 mg 30–60 Min. vor dem Schlafengehen
Spermidin 1–5 mg Auf leeren Magen

Essensfenster: 7:30 – 15:30 Uhr (8 Stunden) → Fastenphase: 16 Stunden (15:30 – 7:30 Uhr). Dies aktiviert die Autophagie ab ca. Stunde 14 der Fastenphase.

Einnahme-Regeln

Darreichungsformen & Produkthinweise

💡 Die folgende Tabelle hilft bei der Auswahl konkreter Supplement-Formen. Markenbeispiele dienen der Orientierung und stellen keine Werbung dar. Fragen Sie Ihren Apotheker nach gleichwertigen Alternativen.

Substanz Empfohlene Darreichungsform Worauf achten? Beispiel-Suchbegriff für Apotheke
Vitamin D3 Tropfen (Öl-Basis) oder Weichkapseln Cholecalciferol, nicht Ergocalciferol (D2). 1000 IE pro Tropfen = flexible Dosierung “Vitamin D3 Tropfen 1000 IE”
Vitamin K2 MK7 all-trans (Kapseln oder Tropfen) Nur MK7 all-trans (> 98 %). Cis-Form ist biologisch inaktiv “Vitamin K2 MK7 all-trans 200 µg”
Omega 3 Triglycerid-Form (Algenöl oder Fischöl) Triglycerid-Form > Ethylester-Form (bessere Absorption). Totox-Wert < 26. EPA+DHA-Gehalt pro Kapsel prüfen “Algenöl Omega 3 Triglycerid EPA DHA”
NAC Kapseln (Pulver in Steckkapseln) N-Acetyl-L-Cystein, 600 mg pro Kapsel “NAC 600 mg Kapseln”
Vitamin C Liposomal (Flüssig oder Kapseln) Liposomale Formulierung für hohe Bioverfügbarkeit. Alternativ: gepuffertes Vitamin C (Ester-C) bei Magensensibilität “Liposomales Vitamin C 1000 mg”
Curcumin Liposomal oder mit Piperin/Novacol Ohne Bioverfügbarkeits-Enhancer ist Curcumin praktisch unwirksam. Liposomal oder mizellares Curcumin bevorzugen “Curcumin liposomal” oder “Curcumin micellar”
Quercetin Kapseln (ggf. mit Vitamin C kombiniert) Quercetin-Dihydrat oder Quercetin-Phytosom (lipidgebunden = bessere Absorption) “Quercetin 500 mg” oder “Quercetin Phytosome”
Zink Zink-Picolinat oder Zink-Bisglycinat Picolinat = beste Bioverfügbarkeit. Gluconat/Oxid meiden (schlecht absorbiert) “Zink Picolinat 25 mg”
Magnesium Magnesiumglycinat oder -citrat Glycinat = magenfreundlich + schlaffördernd. Oxid = schlecht absorbiert “Magnesium Glycinat 400 mg”
Selen Selenomethionin (Kapseln) Organische Form (Selenomethionin) besser als anorganisch (Natriumselenit) “Selen 200 µg Selenomethionin”
Nattokinase Magensaftresistente Kapseln Angabe in FU (Fibrinolytic Units). Mind. 2000 FU/Kapsel “Nattokinase 2000 FU”
Bromelain Magensaftresistente Kapseln Angabe in GDU (Gelatin Digesting Units). 2400–3000 GDU/g “Bromelain 500 mg magensaftresistent”
Sulforaphan Brokkolisprossenextrakt (mit Myrosinase) Myrosinase-Aktivierung entscheidend. Produkte mit zugesetzter Myrosinase bevorzugen “Sulforaphan Brokkoliextrakt Myrosinase”
Melatonin Sublingualtabletten oder Tropfen Schnelle Absorption sublingual. Retardformen bei Durchschlafstörungen “Melatonin 1 mg sublingual”
EGCG Standardisierter Grüntee-Extrakt (Kapseln) Standardisiert auf > 50 % EGCG. Entkoffeiniert, wenn abends eingenommen “Grüntee-Extrakt EGCG 400 mg”
Kreatin Kreatin-Monohydrat (Pulver) Creapure®-Qualität = höchste Reinheit. Pulver günstiger als Kapseln “Kreatin Monohydrat Creapure”
Lycopin Oleoresin-Kapseln (aus Tomatenextrakt) Oleoresin-basiert = standardisierte Dosierung + hohe Bioverfügbarkeit “Lycopin 15 mg Tomatenextrakt”
Niacinamid / NMN Niacinamid: Kapseln. NMN: sublingual oder Kapseln Niacinamid = flush-frei + günstig. NMN = teurer, ggf. effizienter. Niacin (Nicotinsäure) = Flush-Problematik “Niacinamid 500 mg” oder “NMN 250 mg”
S-Acetyl-Glutathion Kapseln (magensaftresistent) S-Acetyl-Form = fettlöslich, überwindet Blut-Hirn-Schranke. Liposomales Glutathion als Alternative “S-Acetyl-Glutathion 200 mg”
Spermidin Weizenkeimextrakt (Kapseln) Standardisiert auf Spermidin-Gehalt (mind. 1 mg/Kapsel) “Spermidin Weizenkeimextrakt”
B-Komplex Aktivierte Formen (Kapseln) 5-MTHF (nicht Folsäure!), Methylcobalamin (nicht Cyanocobalamin!), P-5-P, Riboflavin-5-Phosphat “Aktiver B-Komplex methyliert”
TMG Betain-Pulver oder Kapseln Trimethylglycin (= Betain anhydrous). Nicht verwechseln mit Betain-HCl (Magensäure-Supplement) “TMG Betain 1000 mg”
Probiotikum Kapseln (magensaftresistent, Multi-Strain) Mind. 10 Mrd. KBE. L. rhamnosus GG, B. longum, L. plantarum. Kühl lagern “Probiotikum Multi-Strain 10 Mrd KBE”
Salvestrol Kapseln (Salvestrol Platinum) Nischenprodukt – nur über spezialisierte Anbieter. Dosierung lt. Hersteller “Salvestrol Platinum”

9. Wechselwirkungs-Matrix

Kritische Interaktionen mit Medikamenten und zwischen Substanzen. Diese Matrix muss mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

A. Interaktionen mit Medikamenten

Substanz Medikament Risiko Schweregrad
Nattokinase Warfarin, Heparin, DOAKs (Eliquis, Xarelto) Verstärkte Blutungsneigung, Hämorrhagie-Risiko 🔴 HOCH – Kontraindiziert
Nattokinase ASS (Aspirin) Additive fibrinolytische Wirkung 🟡 MITTEL – Dosis reduzieren oder ärztl. Rücksprache
Bromelain Blutverdünner (alle) Verstärkte Antikoagulation 🟡 MITTEL – Monitoring
NAC Nitroglycerin Verstärkte Vasodilatation, Blutdruckabfall 🔴 HOCH – Zeitversetzt einnehmen
NAC Chemotherapie (Cisplatin, Doxorubicin) Kann Wirkung abschwächen ODER Nebenwirkungen reduzieren 🟡 MITTEL – Nur in Absprache mit Onkologen
Quercetin Cyclosporin, Statine (CYP3A4-Substrate) Erhöhte Medikamentenspiegel durch CYP3A4-Hemmung 🟡 MITTEL
Quercetin Schilddrüsenmedikamente (L-Thyroxin) Kann Absorption reduzieren 🟡 MITTEL – 4 Stunden Abstand
EGCG Bortezomib (Velcade, Krebs-Therapie) EGCG kann die Wirkung von Bortezomib aufheben 🔴 HOCH – Kontraindiziert
Vitamin D Thiazid-Diuretika Hyperkalzämie-Risiko 🟡 MITTEL – Calcium-Spiegel überwachen
Zink Penicillamin, Tetracycline, Chinolone Reduzierte Antibiotika-Absorption 🟡 MITTEL – 2–3 Stunden Abstand
Melatonin Immunsuppressiva Melatonin stimuliert Immunsystem → kann Immunsuppression reduzieren 🟡 MITTEL – Ärztl. Rücksprache
Melatonin Blutverdünner Kann Blutungsrisiko leicht erhöhen 🟢 GERING
Curcumin Blutverdünner Leichte antithrombotische Wirkung 🟢 GERING – bei hohen Dosen beachten
Omega 3 Blutverdünner Leichte additive Antikoagulation ab > 3 g/Tag 🟢 GERING
Selen Cisplatin (Chemotherapie) Kann Nephrotoxizität reduzieren, aber auch Wirksamkeit beeinflussen 🟡 MITTEL – Onkologe konsultieren
Sulforaphan Schilddrüsenmedikamente (L-Thyroxin) Glucosinolate können bei Jodmangel goitrogen wirken 🟡 MITTEL – Jodstatus prüfen
Sulforaphan CYP1A2-Substrate (Theophyllin, Clozapin) Sulforaphan induziert CYP1A2 → kann Medikamentenspiegel senken 🟡 MITTEL – Monitoring
Niacin (Nicotinsäure) Statine (v. a. hochdosiert) Erhöhtes Risiko für Myopathie/Rhabdomyolyse 🟡 MITTEL – Niacinamid oder NMN bevorzugen
Niacin Blutzuckersenker (Metformin, Insulin) Niacin kann Insulinresistenz verschlechtern 🟡 MITTEL – BZ-Monitoring
5-MTHF / Folsäure / B9 Methotrexat (MTX) MTX = Folat-Antagonist. Folat hebt die Wirkung auf 🔴 ABSOLUT KONTRAINDIZIERT während MTX-Therapie
Niacinamid / NMN PARP-Inhibitoren (Olaparib, Niraparib) NAD+-Supplementierung kann PARP-Inhibitor-Wirkung abschwächen 🔴 KONTRAINDIZIERT – Onkologe konsultieren
Vitamin D (hochdosiert) Knochenmetastasen Hyperkalzämie-Risiko durch Ca²⁺-Mobilisation aus Knochen 🔴 Ca²⁺ engmaschig überwachen (monatlich)
Vitamin K2 (MK7) Warfarin (Marcumar) K2 antagonisiert Warfarin direkt → INR sinkt → Thromboserisiko steigt 🔴 HOCH – Nur unter engmaschiger INR-Kontrolle. Gleichbleibende K2-Dosis + Warfarin-Anpassung. DOAKs nicht betroffen
Curcumin, EGCG, Quercetin Orale Krebstherapien (Ibrutinib, Abiraterone, Enzalutamid, Letrozol, Sunitinib, Imatinib u. a. CYP3A4-Substrate) CYP3A4-Hemmung → erhöhte Wirkspiegel → Toxizitätsrisiko (Leberschäden, QT-Verlängerung) 🔴 HOCH – Curcumin, EGCG und Quercetin pausieren oder nur in Absprache mit Onkologen. Johanniskraut (CYP3A4-Induktor) ist ebenfalls kontraindiziert (senkt Wirkspiegel → Therapieversagen)
Biotin (in B-Komplex-Präparaten) Labordiagnostik (Tumormarker, TSH, Troponin) Hochdosiertes Biotin (> 1 mg) interferiert mit Streptavidin-Biotin-basierten Immunoassays → falsch-niedrige TSH, falsch-hohe fT4, falsch-normale Tumormarker 🟡 MITTELBiotin mind. 3 Tage vor jedem Labortermin absetzen (auch wenn im B-Komplex enthalten)

B. Interaktionen zwischen Substanzen im Protokoll

Kombination Effekt Bewertung
Quercetin + Zink Quercetin transportiert Zink in die Zelle (Ionophor) Synergie
Quercetin + Vitamin C Gegenseitige Stabilisierung, erhöhte Bioverfügbarkeit Synergie
NAC + Vitamin C Beide regenerieren Glutathion (direkt und indirekt) Synergie
Nattokinase + Bromelain Verschiedene Protease-Schnittstellen am Spike Synergie
EGCG + Zink EGCG ist ebenfalls Zink-Ionophor → additive Wirkung Synergie
Vitamin D + Magnesium Magnesium ist Cofaktor für Vitamin-D-Aktivierung Synergie
Spermidin + Intervallfasten Beide aktivieren Autophagie über verschiedene Pfade Synergie
Sulforaphan + NAC/Glutathion Sulforaphan induziert endogene Glutathion-Synthese via Nrf2 → ergänzt exogene Zufuhr Synergie
Sulforaphan + Curcumin Beide hemmen NF-κB über verschiedene Mechanismen → additive Entzündungshemmung Synergie
Lycopin + Vitamin E Synergistischer Membranschutz (verschiedene Lipidphasen) Synergie
Lycopin + Selen Beide hemmen Prostatakrebs-Progression in kombinierten Studien Synergie
Niacinamid/NMN + Spermidin NAD+ aktiviert Sirtuine, Spermidin aktiviert Autophagie → komplementäre Zellverjüngung Synergie
Niacinamid/NMN + Intervallfasten Fasten erhöht NAD+/NADH-Ratio → synergistisch mit NAD+-Supplementierung Synergie
EGCG + Eisen (aus Nahrung) EGCG cheliert Eisen → reduzierte Eisenaufnahme ⚠️ Antagonismus – zeitversetzt
NAC + Probiotika NAC kann Darmmukus auflösen → schädlich für Probiotika ⚠️ Antagonismus – 2 h Abstand
Zink (Langzeit >50 mg) + Kupfer Zink hemmt Kupfer-Absorption kompetitiv ⚠️ Antagonismus – Kupfer supplementieren
5-MTHF + TMG (Betain) Komplementäre Methyldonoren: Folat-Weg + BHMT-Weg → robuste Methylierung Synergie
Riboflavin (B2) + MTHFR-Variante B2 ist FAD-Cofaktor für MTHFR → verbessert Enzymaktivität bei C677T-Mutation Synergie
B12 (Methylcobalamin) + 5-MTHF B12 überträgt Methylgruppe von 5-MTHF auf Homocystein → beide gemeinsam nötig Synergie

10. Individualisierung & Anpassung

Nach Alter

Altersgruppe Anpassung
18–40 Jahre Stufe 1 reicht oft als Prävention. Vitamin D, Omega 3, NAC.
40–60 Jahre Stufe 2 empfohlen. p53-Aktivität nimmt ab 40 natürlich ab. Salvestrol und Nattokinase erwägen.
60+ Jahre Stufe 2–3. Autophagie-Kapazität sinkt altersbedingt. Spermidin und Intervallfasten besonders wichtig. Kreatin für Herzenergie. Melatonin-Produktion sinkt mit dem Alter → Supplementierung sinnvoll.

Nach Geschlecht

Geschlecht Anpassung
Frauen (prämenopausal) Eisen-Status beachten bei EGCG-Einnahme. Bei hormoneller Verhütung: Vitamin B6 + B12 ergänzen (erhöhter Bedarf).
Frauen (postmenopausal) Vitamin D besonders wichtig (Osteoporose-Prävention). Omega 3 für kardiovaskulären Schutz priorisieren.
Männer Zink-Bedarf tendenziell höher. Selen wichtig für Spermatogenese bei Kinderwunsch.

Nach Vorerkrankung

Vorerkrankung Anpassung
Niereninsuffizienz NAC-Dosis reduzieren. Magnesium vorsichtig dosieren. Vitamin-C-Dosis ≤ 1000 mg (Oxalat-Risiko). Kalium und Phosphat aus Probiotika beachten.
Autoimmunerkrankung Melatonin mit Vorsicht (immunstimulierend). Vitamin D besonders wichtig, aber Spiegel-Kontrolle zwingend. Quercetin kann immunmodulierend wirken → ärztl. Rücksprache.
Diabetes Typ 2 Intervallfasten nur unter ärztl. Aufsicht bei Insulin-Therapie (Hypoglykämie-Risiko). Curcumin kann Blutzucker senken → BZ-Monitoring.
Schilddrüsenerkrankungen Selen (200 µg) ist positiv für Hashimoto. Quercetin und Soja (Nattokinase-Quelle) können L-Thyroxin-Absorption hemmen → 4 h Abstand.
Schwangerschaft / Stillzeit Nattokinase, Bromelain und hochdosiertes Vitamin C sind kontraindiziert. Nur Stufe 1 mit ärztlicher Begleitung. Kein Intervallfasten.

11. Eskalation & Schulmedizinische Integration

Dieses Protokoll ersetzt keine schulmedizinische Behandlung. Es kann als komplementäre Begleitung dienen – aber NUR in Abstimmung mit dem behandelnden Arzt.

Wann SOFORT zum Arzt?

Empfohlene diagnostische Abklärung (mindestens 1×/Jahr)

Untersuchung Zweck
Großes Blutbild + Differenzialblutbild Immunstatus, Leukämie-Screening
CRP, Ferritin, IL-6 Chronische Inflammation
25-OH-Vitamin-D3 Spiegelkontrolle
Homocystein Thrombose-Risiko
D-Dimere Mikrothromben-Screening
Tumormarker (CEA, PSA, CA 15-3 je nach Risikoprofil) Krebs-Früherkennung
Selen im Vollblut Vermeidung Über-/Unterdosierung
Omega-3-Index Membranstatus
Leberwerte (GPT, GOT, GGT) Überwachung bei Langzeit-Supplementierung
Schilddrüse (TSH, fT3, fT4) Besonders bei Selen-/Quercetin-Einnahme
Ultraschall Abdomen Organscreening (Leber, Nieren, Lymphknoten)
Zink im Vollblut p53-Cofaktor-Status (Ziel: oberes Drittel)
Glutathion im Vollblut Detox-Kapazität (bei GSTM1/GSTT1-Null besonders relevant)

💡 Bei bekannten Gen-Polymorphismen: Erweiterte gen-spezifische Laborparameter sind in Abschnitt 12.2 aufgeführt (inkl. IL-6, Erythrozyten-Folat, Methylmalonsäure, 8-OHdG).

Kombination mit schulmedizinischer Krebstherapie

Schulmedizin Protokoll-Anpassung
Chemotherapie NAC und Vitamin C können die Wirkung von Zytostatika beeinflussen. Alle Antioxidantien 48 h vor und 24 h nach Chemo pausieren (kontrovers diskutiert – mit Onkologen besprechen). Nattokinase und Bromelain weiter möglich.
Strahlentherapie Melatonin kann radioprotektiv wirken (gesundes Gewebe schützen). Antioxidantien mit Onkologen abstimmen.
Immuntherapie (Checkpoint-Inhibitoren) Vitamin D und Selen können Immuntherapie unterstützen. Melatonin ebenfalls. Vorsicht mit immunsuppressiven Substanzen.
Operation Nattokinase und Bromelain mindestens 7–10 Tage vor OP absetzen (Blutungsrisiko). Omega 3 ebenfalls 5 Tage vorher reduzieren.

12. Gen-basiertes Krebs-Protokoll (Funktionelle Genomik)

Dieser Abschnitt verbindet die Substanzen aus dem Protokoll mit konkreten genetischen Schwachstellen. Ziel ist es, die Supplementierung nicht pauschal, sondern auf Basis individueller Gen-Polymorphismen und laborchemischer Zielwerte zu optimieren. Eine molekulargenetische Untersuchung (z. B. über humangenetische Beratung, Whole-Exome-Sequencing oder gezielte Panel-Tests) ist Voraussetzung für die volle Nutzung dieses Abschnitts.

💡 Für Leser ohne Gentest-Ergebnisse: Wenn Sie keine genetische Untersuchung haben oder planen, können Sie diesen Abschnitt überspringen und direkt zu Abschnitt 13 (Anpassung nach Tumorentität) weitergehen. Die Abschnitte 0–11 sind auch ohne Genomik-Daten vollständig nutzbar. Wenn Sie später einen Gentest durchführen lassen, können Sie hierher zurückkehren und die Empfehlungen gezielt anwenden.

12.1 Analyse-Matrix: Genetische Schwachstelle → Cofaktor-Zuweisung

Die folgende Matrix ordnet den häufigsten krebsrelevanten Gen-Polymorphismen die passenden Cofaktoren, Substrate und Ernährungs-Trigger aus diesem Protokoll zu.

A. Tumorsuppression (TP53 / BRCA1 / BRCA2)
Genetische Schwachstelle Funktion Betroffener Pathway Cofaktoren aus dem Protokoll Ernährungs-Trigger
TP53-Polymorphismen (z. B. R72P, PIN3) p53 = “Wächter des Genoms”, kontrolliert Zellzyklus-Arrest, Apoptose und DNA-Reparatur p53-Signaling, MDM2-Regulation Zink (25–50 mg) – essentiell für p53-Zinkfinger-Domäne (ohne Zink kein DNA-Kontakt). Vitamin D (60–90 ng/ml) – VDR aktiviert p53-abhängige Apoptose. Magnesium (300–400 mg) – Cofaktor für p53-Phosphorylierung durch ATM/ATR-Kinasen. Selen (200 µg) – Selenoproteine stabilisieren p53 post-translational Sulforaphan (HDAC-Hemmung → p53-Reaktivierung), Quercetin (hemmt MDM2-vermittelte p53-Degradation)
BRCA1/2-Mutationen (Frameshift, Missense) Homologe Rekombinationsreparatur (HRR) von DNA-Doppelstrangbrüchen BRCA/RAD51-Pathway Niacinamid/NMN (500–1000 mg) – NAD+ ist Substrat für PARP, das bei BRCA-Defekt kompensatorisch aktiver wird. Zink – Cofaktor für RAD51-Rekrutierung. Magnesium – ATP-Mg²⁺ für alle DNA-Reparatur-Enzyme EGCG (fördert BRCA1-Expression in vitro), Sulforaphan (stabilisiert DNA-Reparaturkomplexe)

⚠️ BRCA1/2-Träger und PARP-Inhibitor-Therapie (Olaparib, Niraparib): Bei Einsatz von PARP-Inhibitoren als Krebstherapie darf NAD+ NICHT hochdosiert supplementiert werden – es könnte die Wirkung der PARP-Inhibitoren abschwächen (PARP braucht NAD+ als Substrat, PARP-Inhibitoren blockieren diesen Verbrauch). Nur in Absprache mit dem Onkologen.

B. DNA-Reparatur & Mismatch-Repair (MSH2 / MLH1 / PMS2)
Genetische Schwachstelle Funktion Betroffener Pathway Cofaktoren aus dem Protokoll Ernährungs-Trigger
MSH2/MLH1-Mutationen (Lynch-Syndrom) Mismatch-Repair: Erkennung und Korrektur von Replikationsfehlern MMR-Pathway, Mikrosatelliteninstabilität (MSI) Methyldonatoren: B6 (P-5-P, 25–50 mg), B9 als 5-MTHF (400–800 µg, NICHT Folsäure), B12 als Methylcobalamin (500–1000 µg). TMG (1000–2000 mg) – entlastet SAM-Zyklus. Niacinamid (500 mg) – NAD+ für PARP-basierte Reparatur Sulforaphan (epigenetische Reaktivierung stillgelegter MMR-Gene), EGCG (Re-Methylierung von Tumorsuppressor-Promotoren)
MTHFR-Polymorphismen (C677T, A1298C) Methylentetrahydrofolat-Reduktase – Schlüsselenzym der Folat-Methylierung Ein-Kohlenstoff-Stoffwechsel, DNA-Methylierung 5-MTHF (aktives Folat, 400–800 µg) statt Folsäure (bei MTHFR-Mutation kann synthetische Folsäure nicht effizient konvertiert werden). Methylcobalamin (B12, 500–1000 µg). Riboflavin/B2 (25–50 mg) – FAD-Cofaktor für MTHFR. TMG als alternativer Methyldonor Blattgemüse (natürliches Folat), Fermentierte Lebensmittel (B-Vitamin-Produktion im Darm)

⚠️ MTHFR C677T homozygot: Diese Personen haben eine um 60–70 % reduzierte MTHFR-Aktivität. Synthetische Folsäure (aus Supplements oder angereicherten Lebensmitteln) kann sich als nicht-metabolisiertes Folat anreichern und Tumorzellen füttern. Immer 5-MTHF (Methylfolat) verwenden.

C. Inflammation & Zytokin-Regulation (TNF-α / IL-6 / NF-κB)
Genetische Schwachstelle Funktion Betroffener Pathway Cofaktoren aus dem Protokoll Ernährungs-Trigger
TNF-α-Polymorphismen (z. B. -308 G>A) TNF-α = pro-inflammatorisches Masterzytokin NF-κB-Signaling, Tumor-Mikromilieu Omega 3 (2–4 g EPA/DHA) – hemmt TNF-α-Sekretion über Resolvin-/Protektin-Synthese. Curcumin (500–1000 mg liposomal) – direkter NF-κB-Inhibitor. Vitamin C (2000–4000 mg) – senkt CRP und IL-6. Melatonin (3–5 mg) – hemmt NF-κB-Translokation in den Zellkern Quercetin (hemmt TNF-α-induzierte NF-κB-Aktivierung), Sulforaphan (Nrf2 hemmt NF-κB cross-talk)
IL-6-Polymorphismen (z. B. -174 G>C) IL-6 = pleiotropes Zytokin, fördert Tumorprogression über STAT3 JAK/STAT3-Signaling EGCG (400–800 mg) – hemmt STAT3-Phosphorylierung. Curcumin – hemmt JAK/STAT3 direkt. Omega 3 – senkt IL-6 systemisch. Vitamin D – supprimiert IL-6-Transkription Kurkuma (Curcuminoide), Grüntee (EGCG), fetter Kaltwasserfisch (EPA/DHA)

💡 Laborkontrolle bei TNF-α/IL-6-Polymorphismen: CRP (Ziel: < 0,5 mg/L), IL-6 (Ziel: < 3 pg/ml), TNF-α (Ziel: < 8 pg/ml). Diese Werte reflektieren den Erfolg der Entzündungshemmung.

D. Detoxifikation Phase II (GSTM1 / GSTT1 / SOD2)
Genetische Schwachstelle Funktion Betroffener Pathway Cofaktoren aus dem Protokoll Ernährungs-Trigger
GSTM1/GSTT1-Nullgenotyp (homozygote Deletion) Glutathion-S-Transferasen: Phase-II-Konjugation von Xenobiotika, Karzinogenen, ROS Glutathion-Pathway NAC (800–2400 mg) – Glutathion-Vorläufer, kompensiert fehlende GST. S-Acetyl-Glutathion (200–400 mg) – direkter Glutathion-Ersatz. Selen (200 µg) – Cofaktor Glutathionperoxidase. Vitamin C – recycelt Glutathion. Sulforaphan (30–60 mg) – induziert verbleibende GST-Isoformen und Nrf2 Kreuzblütler (Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl), Knoblauch (Allicin → Glutathion-Induktion)
SOD2 (Ala16Val, rs4880) Mitochondriale Superoxiddismutase – Erstverteidigung gegen mitochondriale ROS Mitochondriale Redox-Balance Mangan (2–5 mg) – Cofaktor für SOD2. Selen – Cofaktor für GPx-Nachfolgesystem. Vitamin E (gemischte Tocopherole/Tocotrienole, 200 IE) – Membranschutz Mitochondrien. Melatonin – mitochondriales Antioxidans Nüsse (Mangan, Vitamin E), Grüntee (EGCG als sekundäres mitochondriales Antioxidans)

💡 GSTM1/GSTT1-Null-Träger: Ca. 50 % der europäischen Bevölkerung haben mindestens eine GST-Deletion. Diese Personen profitieren überproportional von NAC, Glutathion und Sulforaphan, da die körpereigene Entgiftungskapazität genetisch eingeschränkt ist.


12.2 Diagnostik & Zielparameter (Gen-gestützte Laborwerte)

Die folgenden Laborwerte ergänzen die allgemeine Diagnostik aus Abschnitt 11 um gen-spezifische Parameter. Sie sind besonders relevant, wenn genetische Polymorphismen bekannt sind.

Parameter Zielwert Bezug zur genetischen Schwachstelle Frequenz
Zink im Vollblut Oberes Drittel des Referenzbereichs (ca. 6,0–7,5 mg/L) TP53 (Zinkfinger), BRCA (RAD51-Rekrutierung) Alle 6 Monate
25-OH-Vitamin-D3 60–80 ng/ml (therapeutisch bei Krebs) TP53 (VDR-p53-Achse), TNF/IL-6 (Immunsuppression) Alle 3 Monate
Homocystein < 8 µmol/L MSH2/MLH1 (Methylierung), MTHFR (Folat-Zyklus) Alle 6 Monate
Selen im Vollblut 130–150 µg/L GSTM1/GSTT1 (GPx-Kompensation), SOD2 Alle 6 Monate
Omega-3-Index > 8 % (ideal: 10–12 %) TNF-α/IL-6 (Entzündungshemmung) Alle 6–12 Monate
hsCRP < 0,5 mg/L TNF-α/IL-6 (Entzündungsmarker) Alle 3 Monate
IL-6 < 3 pg/ml IL-6-Polymorphismen, STAT3-Signaling Alle 6 Monate (bei bekanntem Polymorphismus)
Folat (Erythrozyten-Folat) > 400 µg/L MTHFR, MSH2/MLH1 (DNA-Methylierung) Alle 6 Monate
Methylmalonsäure (MMA) < 270 nmol/L B12-Funktionsstatus (sensitiver als Serum-B12) Alle 12 Monate
Glutathion (Vollblut) > 800 µmol/L GSTM1/GSTT1-Null (Detox-Kapazität) Alle 6 Monate
8-OHdG (Urin) Fallend im Verlauf Oxidativer DNA-Schaden (alle Genotypen) Alle 6 Monate

12.3 Ernährungs-Epigenetik: Gen-Expression durch Nahrung modulieren

Bestimmte Lebensmittel und ihre bioaktiven Substanzen können die Expression von Tumorsuppressor-Genen und Onkogenen epigenetisch beeinflussen – ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern. Dies geschieht über DNA-Methylierung, Histon-Modifikation und miRNA-Regulation.

Lebensmittel / Stoff Epigenetischer Mechanismus Moduliertes Gen / Pathway Empfehlung
Brokkolisprossen (Sulforaphan) HDAC-Hemmung → Chromatin-Öffnung → Tumorsuppressor-Reaktivierung p53, p21, BRCA1, Nrf2 30–100 g frische Sprossen/Tag ODER 30–60 mg Supplement
Grüntee (EGCG) DNMT-Hemmung → Re-Methylierung stumm-geschalteter Gene p16INK4a, MGMT, BRCA1 3–5 Tassen/Tag ODER 400–800 mg EGCG-Extrakt
Kurkuma (Curcumin) Histon-Acetyltransferase(HAT)-Modulation, miR-21-Suppression NF-κB, STAT3, p53 Liposomal: 500–1000 mg/Tag; Küchengewürz mit schwarzem Pfeffer (Piperin)
Quercetin-reiche Lebensmittel (Kapern, rote Zwiebeln, Äpfel) Sirtuin-Aktivierung (SIRT1), DNMT-Modulation TNF-α, IL-6, p53-Deacetylierung 500 mg Supplement ODER täglicher Verzehr von Kapern/Zwiebeln
Lycopin-reiche Lebensmittel (Tomatenmark, Wassermelone) Gap-Junction-Communication-Restauration (Connexin-43) IGF-1-Signaling, Cx43 15–30 mg/Tag; Tomatenmark + Olivenöl (Bioverfügbarkeit)
Knoblauch / Zwiebeln (Allicin, DADS) HDAC-Hemmung durch Diallylsulfide GST-Expression, Nrf2, p21 1–2 rohe Knoblauchzehen/Tag oder Aged Garlic Extract
Fermentierte Lebensmittel (Sauerkraut, Kimchi, Kombucha) Butyrat-Produktion → HDAC-Hemmung im Darm Darm-assoziierte Tumorsuppressoren, Treg-Induktion Täglich eine Portion fermentiertes Gemüse
Leinsamen (Lignane → Enterolacton) Selektive Östrogen-Rezeptor-Modulation ERα bei hormonabhängigem Brustkrebs 2 EL geschrotete Leinsamen/Tag

12.4 Phasen-Priorisierung nach klinischer Situation

Nicht alle Maßnahmen sind in jeder Situation gleich relevant. Die folgende Phasen-Einteilung hilft, die richtigen Schwerpunkte zu setzen.

Phase I: AKUT – Tumorsuppressor-Stabilisierung

Situation: Aktiver Krebsverdacht, frische Diagnose, bekannte TP53/BRCA-Mutation, akute Spike-Protein-Exposition

Priorität Maßnahme Dosis Ziel
🔴 1 Zink (Picolinat) 50 mg + 2 mg Kupfer p53-Zinkfinger-Stabilisierung
🔴 2 Vitamin D3 + K2 10000 IE D3 + 200 µg K2 VDR-p53-Achse maximieren → Ziel: 80 ng/ml
🔴 3 Sulforaphan 60 mg HDAC-Hemmung, p53-Reaktivierung
🔴 4 Selen 200 µg Selenoprotein-abhängige p53-Stabilisierung
🔴 5 Salvestrol Platinum lt. Hersteller CYP1B1-Bypass bei p53-Blockade
Phase II: PRÄVENTION – DNA-Reparatur & Epigenetik

Situation: Bekannte MSH2/MLH1/MTHFR-Mutation, familiäre Krebsbelastung, Long-COVID ohne akuten Krebsverdacht

Priorität Maßnahme Dosis Ziel
🟡 1 B-Vitamin-Komplex (5-MTHF + B12 + B6 + B2) 800 µg 5-MTHF, 1000 µg B12, 50 mg B6, 25 mg B2 Methylierung optimieren, Homocystein < 8
🟡 2 TMG 1000–2000 mg SAM-Zyklus entlasten
🟡 3 Niacinamid/NMN 500–1000 mg NAD+ für PARP-Reparatur
🟡 4 Sulforaphan + EGCG 30–60 mg + 400 mg Epigenetische Tumorsuppressor-Reaktivierung
🟡 5 Probiotikum + Butyrat 10 Mrd. KBE + Ballaststoffe Darm-Epigenetik (Butyrat = HDAC-Hemmer)
Phase III: ANTI-PROGRESSION – Aggressive Entzündungshemmung

Situation: Bekannte TNF-α/IL-6-Polymorphismen, chronisch erhöhtes CRP, Tumor-Mikromilieu-Kontrolle

Priorität Maßnahme Dosis Ziel
🟠 1 Omega 3 (Algenöl) 4 g EPA+DHA TNF-α/IL-6-Suppression, Omega-3-Index > 10 %
🟠 2 Curcumin (liposomal) 1000 mg NF-κB-Blockade, JAK/STAT3-Hemmung
🟠 3 Quercetin + Vitamin C 1000 mg + 2000 mg NF-κB-Hemmung, Senolytikum
🟠 4 Melatonin 5–10 mg (abends) NF-κB-Translokationshemmung, Mitochondrienschutz
🟠 5 EGCG 800 mg STAT3-Phosphorylierungshemmung
Phase IV: DETOX – Entgiftung bei GST-Defizienz

Situation: GSTM1/GSTT1-Nullgenotyp, SOD2-Polymorphismus, hohe Toxinbelastung, post-Chemotherapie

Priorität Maßnahme Dosis Ziel
🟢 1 NAC 1200–2400 mg Glutathion-Synthese maximieren
🟢 2 S-Acetyl-Glutathion 400 mg Direkte Glutathion-Substitution
🟢 3 Sulforaphan 60 mg Nrf2-Induktion → verbleibende GST-Isoformen hochregulieren
🟢 4 Selen 200 µg GPx-Kompensation
🟢 5 Vitamin C (liposomal) 4000 mg Glutathion-Recycling

12.5 Sicherheits-Check: Kritische Kontraindikationen bei Krebstherapie

⚠️ Die folgenden Regeln haben Vorrang vor allen Dosierungsempfehlungen in diesem Protokoll. Sie müssen mit dem behandelnden Onkologen besprochen werden.

Situation Kontraindikation Betroffene Substanzen Schweregrad
Chemotherapie (allgemein) Antioxidantien können Zytostatika abschwächen (Zellschutz-Konflikt) Selen, Vitamin C, Glutathion/NAC, Vitamin E 🔴 48 h VOR bis 48 h NACH Chemo pausieren
Methotrexat (MTX)-Therapie MTX wirkt als Folat-Antagonist. Methylfolat hebt die Wirkung auf 5-MTHF, Folsäure, B9 in JEDER Form 🔴 ABSOLUT KONTRAINDIZIERT während MTX-Therapie. Nur Leucovorin-Rescue nach ärztl. Anordnung
PARP-Inhibitoren (Olaparib, Niraparib, Rucaparib) PARP-Inhibitoren blockieren NAD+-Verbrauch durch PARP. NAD+-Supplementierung könnte Wirkung abschwächen Niacinamid, NMN, Niacin (alle NAD+-Vorstufen) 🔴 KONTRAINDIZIERT – nur in Absprache mit Onkologen
Knochenmetastasen Erhöhte Calcium-Mobilisation aus Knochen → Hyperkalzämie-Risiko Vitamin D (hochdosiert), Calcium-Supplemente 🔴 Calcium-Spiegel engmaschig überwachen (mind. monatlich). Vitamin-D-Dosis ggf. reduzieren
Bortezomib (Velcade) EGCG hebt die Wirkung von Bortezomib auf (direkter Antagonismus) EGCG, Grüntee 🔴 KONTRAINDIZIERT
Tamoxifen-Therapie Hohe Dosen Isoflavone (Soja) können mit Tamoxifen interferieren Nattokinase (Soja-basiert – Isoflavon-Gehalt beachten), Soja-Isoflavone 🟡 Ärztl. Rücksprache – Nattokinase in reiner Form meist unproblematisch
Strahlentherapie Antioxidantien können gesundes Gewebe schützen ODER Tumorzellen vor Strahlenschäden bewahren Vitamin C, NAC, Glutathion, Selen 🟡 Kontrovers – idealerweise 48 h pausieren; Melatonin kann radioprotektiv für gesundes Gewebe sein (Rücksprache)
Immuntherapie (Nivolumab, Pembrolizumab) Melatonin stimuliert das Immunsystem → kann Immuntherapie verstärken ODER Autoimmun-Nebenwirkungen verschlimmern Melatonin 🟡 Ärztl. Monitoring – Potenzial für Synergie, aber auch für verstärkte Nebenwirkungen
Orale Krebstherapien (Ibrutinib, Abiraterone, Enzalutamid, Letrozol, Sunitinib, Imatinib u. a.) CYP3A4-Hemmung durch Polyphenole → erhöhte Wirkspiegel → Toxizität. CYP3A4-Induktion durch Johanniskraut → erniedrigte Wirkspiegel → Therapieversagen Curcumin, EGCG, Quercetin (CYP3A4-Hemmer); Johanniskraut (CYP3A4-Induktor – nicht im Protokoll, aber als Selbstmedikation häufig) 🔴 Polyphenole pausieren oder nur mit Onkologen abstimmen. Johanniskraut ABSOLUT KONTRAINDIZIERT
Warfarin (Marcumar)-Therapie Vitamin K2 antagonisiert Warfarin direkt → INR sinkt Vitamin K2 (MK7) – wird im Protokoll als Pflichtbegleitung zu Vitamin D empfohlen 🔴 Nur unter engmaschiger INR-Kontrolle. Gleichbleibende K2-Dosis + Warfarin-Anpassung. DOAKs nicht betroffen
Labortermin geplant Hochdosiertes Biotin interferiert mit Immunoassays → falsche Tumormarker (CEA, PSA, CA 15-3), falsche Schilddrüsenwerte (TSH, fT4), falsche Troponin-Werte Biotin (häufig in B-Komplex-Präparaten enthalten, 1–10 mg) 🟡 Biotin mind. 3 Tage vor Labortermin absetzen

12.6 Onkologische Sicherheits-Checkliste (zum Ausdrucken)

⚠️ Diese Checkliste vor jedem Arzttermin und vor jeder Protokoll-Änderung durchgehen. Sie fasst die kritischsten Punkte aus dem gesamten Protokoll zusammen.


13. Anpassung nach Tumorentität

Krebs ist keine einheitliche Krankheit. Es gibt über 200 verschiedene Krebsarten mit jeweils eigener Biologie, Genetik und Therapieantwort. Die folgende Tabelle gibt Hinweise, welche Substanzen aus diesem Protokoll bei den fünf häufigsten Krebsarten besonders relevant sind. Dies ersetzt keine individuelle onkologische Beratung.

Die 5 häufigsten Krebsarten und Protokoll-Schwerpunkte

Tumorentität Besonders relevante Substanzen Evidenz-Schwerpunkt Besondere Hinweise
Prostatakrebs Lycopin (15–30 mg, stärkste Evidenz: Rowles-Meta-Analyse [Studie 27]), Selen (200 µg – SELECT-Studie kontrovers, aber bei Selenmangel positiv), Sulforaphan (HDAC-Hemmung in LNCaP-Zellen [Studie 25]), Vitamin D (VDR-Expression in Prostatagewebe hoch), EGCG (Polyphenon E-Studie zeigt PSA-Stabilisierung) Meta-Analysen + RCTs vorhanden Soja/Isoflavone (Nattokinase-Quelle) sind bei Prostatakrebs potenziell protektiv (im Gegensatz zu östrogenabhängigem Brustkrebs). Zink hochdosiert (> 100 mg) kann paradox Prostatakrebsrisiko erhöhen → max. 50 mg.
Brustkrebs Vitamin D (Ziel: > 60 ng/ml – inverse Korrelation mit Brustkrebsinzidenz), Omega 3 (EPA hemmt Aromatase), Melatonin (hemmt östrogenabhängiges Tumorwachstum), Sulforaphan (reaktiviert BRCA1 über HDAC-Hemmung), Curcumin (hemmt HER2-Signaling in vitro), Leinsamen (Lignane → Enterolacton, SERM-Wirkung) RCTs für Vitamin D + Melatonin ⚠️ Bei ER+-Brustkrebs: Soja-Isoflavone mit Onkologen besprechen. Nattokinase in reiner Form meist unproblematisch. Bei Tamoxifen-Therapie: Abschnitt 12.5 beachten.
Kolorektaler Krebs Probiotika + Butyrat (Darmbarriere, HDAC-Hemmung im Kolonepithel), Sulforaphan (Nrf2-Aktivierung im Darm, Helicobacter-Hemmung [Studie 24]), Vitamin D (kolonspezifische VDR-Expression), Selen (GPx schützt Kolonmukosa), Calcium + Vitamin D (synergistisch für Kolonprotektion), Quercetin (hemmt Wnt/β-Catenin-Signaling) Meta-Analysen für Vitamin D, Selen, Ballaststoffe Bei Lynch-Syndrom (MSH2/MLH1): B-Vitamin-Komplex und Methylierungssupport besonders wichtig (Abschnitt 12.1 B). Intervallfasten und Ballaststoffe sind Schlüsselfaktoren.
Lungenkrebs NAC (Glutathion-Schutz der Alveolen [Studie 8]), Vitamin C (Schutz vor oxidativem Stress durch Inhalation), Omega 3 (hemmt Lungenentzündung), Selen (korreliert invers mit Lungenkrebsrisiko bei Rauchern), Curcumin (hemmt Tumorprogression in NSCLC-Modellen) Kohortenstudien, In-vitro ⚠️ Rauchstopp hat absolute Priorität – kein Supplement kann die Karzinogenbelastung durch Rauchen kompensieren. Beta-Carotin NICHT supplementieren bei Rauchern (ATBC-Studie: erhöhtes Lungenkrebsrisiko!). Lycopin und andere Carotinoide aus natürlichen Quellen bevorzugen.
Melanom / Hautkrebs Niacinamid (500 mg, 2×/Tag – ONTRAC-RCT: 23 % Risikoreduktion [Studie 30]), Vitamin D (paradox: UV → Vitamin D-Synthese, aber UV = Hauptrisikofaktor → orale Supplementierung bevorzugen), Selen (GPx schützt vor UV-induziertem oxidativen Stress), EGCG (topisch + oral: UV-Schutz in Tierstudien), Melatonin (DNA-Reparatur in Melanozyten) RCT für Niacinamid (NEJM) – höchste Evidenz im Protokoll Niacinamid bei Hautkrebs-Hochrisikopatienten hat die stärkste klinische Evidenz aller Substanzen in diesem Protokoll (Phase-3-RCT, NEJM, p = 0.02). Sonnenschutz (SPF 50+) bleibt Basismaßnahme.

Substanz-Überblick nach Krebsart (Quick-Reference)

Substanz Prostata Brust Kolorektal Lunge Melanom
Vitamin D ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐
Selen ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐
Lycopin ⭐⭐⭐ ⭐⭐
Sulforaphan ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐
Niacinamid ⭐⭐⭐
Curcumin ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐
Omega 3 ⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐
Melatonin ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐
EGCG ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐
Probiotika ⭐⭐⭐
NAC/Glutathion ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐

⭐ = unterstützend, ⭐⭐ = wichtig, ⭐⭐⭐ = hohe Priorität bei dieser Tumorentität


14. Monitoring & Erfolgskontrolle

Ein Protokoll ohne Erfolgsmessung ist Spekulation. Die folgenden Meilensteine helfen, den Nutzen des Protokolls objektiv zu beurteilen und bei Bedarf anzupassen oder abzubrechen.

Zeitplan für Kontrolluntersuchungen

Zeitpunkt Untersuchung Zielwert / Erwartung Maßnahme bei Nicht-Erreichen
Baseline (Tag 0) Großes Blutbild, 25-OH-D3, Homocystein, CRP, Selen, Omega-3-Index, Zink, Leberwerte Ausgangswerte dokumentieren – (Referenzwert)
4 Wochen Subjektives Befinden, Verträglichkeit Keine relevanten Nebenwirkungen (GI-Beschwerden, Flush, Schlafstörung) Dosis anpassen, Substanzen einzeln ausschleichen, um Verursacher zu identifizieren
3 Monate 25-OH-D3, Homocystein, CRP, Leberwerte Vitamin D > 50 ng/ml, Homocystein < 10 µmol/L, CRP fallend, Leberwerte stabil Vitamin-D-Dosis erhöhen. Homocystein hoch → B-Komplex und TMG prüfen. Leberwerte ↑ → Niacin, NAC, Curcumin reduzieren
6 Monate Alle Basisparameter + Selen, Omega-3-Index, Zink Vitamin D: 60–80 ng/ml, Homocystein < 8, CRP < 0,5, Omega-3-Index > 8 %, Selen 130–150 µg/L Zielwerte nicht erreicht → Compliance prüfen, Bioverfügbarkeit der Supplements evaluieren (Marke wechseln?), Absorption prüfen (Darmgesundheit?)
12 Monate Vollständiges Panel inkl. Tumormarker, Ultraschall, gen-spezifische Parameter (wenn bekannt) Alle Zielwerte im Bereich, Tumormarker stabil/unauffällig Bei stabilen Werten: Stufe ggf. reduzieren (Vollstack → Erweitert). Bei Verschlechterung: schulmedizinische Eskalation (Abschnitt 11)
Jährlich danach Empfohlene diagnostische Abklärung (Abschnitt 11) Stabilität der erreichten Werte Langzeitmonitoring. Bei Bedarf Re-Eskalation

Abbruchkriterien

⚠️ Das Protokoll muss modifiziert oder abgebrochen werden, wenn:

Erfolgsindikatoren (Subjektiv + Objektiv)

Indikator Messmethode Positives Signal
Energielevel / Fatigue Subjektiv (1–10 Skala, tägliches Tagebuch) Verbesserung um ≥ 2 Punkte nach 3 Monaten
Schlafqualität Subjektiv + Schlaftracker (optional) Durchschlafrate > 80 %, Aufwachgefühl verbessert
Kognitive Klarheit Subjektiv (“Brain Fog”-Häufigkeit) Reduktion der Brain-Fog-Episoden um > 50 %
CRP Laborwert < 1 mg/L (ideal < 0,5)
Vitamin D Laborwert 60–80 ng/ml stabil
Homocystein Laborwert < 8 µmol/L
Omega-3-Index Laborwert > 8 % (ideal > 10 %)
D-Dimere Laborwert Rückläufig oder < 500 ng/ml

💡 Empfehlung: Führe ein einfaches Protokoll-Tagebuch (Datum, eingenommene Substanzen, subjektives Befinden 1–10, Besonderheiten). Dies hilft bei der Zuordnung von Nebenwirkungen und bei Arztgesprächen.


Fazit und Bewertung

Dieses Protokoll verfolgt eine mehrstufige Strategie zur Wiederherstellung der zellulären Selbstregulation:

  1. Lifestyle-Fundament (Bewegung, Schlaf, Stressreduktion, Toxinvermeidung – Krebsrisikoreduktion 20–42 %)
  2. Membranschutz & Entzündungshemmung (Vitamin D, Omega 3, Low Carb)
  3. Selektive Apoptose als Backup bei p53-Blockade (Salvestrol/CYP1B1)
  4. Redox-Balance & Entgiftung (NAC, Glutathion, Selen, TMG)
  5. Aktiver Spike-Abbau (Nattokinase, Bromelain)
  6. Zelluläres Recycling (Spermidin, Intervallfasten)
  7. Synergistische Signalverstärkung (Curcumin, Quercetin, Zink, Melatonin, EGCG, Kreatin)
  8. Epigenetische Tumorsuppressor-Reaktivierung (Sulforaphan – Nrf2/HDAC-Hemmung, p53-Stabilisierung)
  9. DNA-Reparatur & Zellenergie (Niacin/NMN – NAD+/PARP/Sirtuin-Achse)
  10. Antioxidativer Zellschutz (Lycopin – IGF-1-Hemmung, Singulett-Sauerstoff-Quenching)
  11. Immunmodulation über den Darm (Probiotika, Präbiotika, Butyrat-Produzenten)
  12. Antioxidatives Recycling (Vitamin C als zentraler Glutathion-Regenerator und Kollagen-Cofaktor)
  13. Funktionelle Genomik (Gen-Polymorphismus-basierte Cofaktor-Zuweisung für TP53, BRCA1/2, MSH2/MLH1, MTHFR, TNF-α, IL-6, GSTM1/GSTT1, SOD2)
  14. Tumorspezifische Anpassung (Differenzierung nach den 5 häufigsten Krebsarten)
  15. Strukturierte Erfolgskontrolle (Meilensteine, Abbruchkriterien, Protokoll-Tagebuch)

Das Protokoll wird ergänzt durch eine vierstufige Priorisierung (Stufe 0 für < 15 €/Monat bis Vollstack, Abschnitt 7), einen detaillierten Tagesplan (Abschnitt 8), eine Wechselwirkungs-Matrix für Medikamente und Substanzen (Abschnitt 9), Leitlinien zur alters-, geschlechts- und krankheitsbedingten Individualisierung (Abschnitt 10), klare Kriterien zur schulmedizinischen Eskalation (Abschnitt 11), ein gen-basiertes Krebs-Protokoll mit Analyse-Matrix, gen-spezifischen Laborparametern, Ernährungs-Epigenetik, Phasen-Priorisierung und einer ausdruckbaren Sicherheits-Checkliste (Abschnitt 12) sowie eine tumorspezifische Differenzierung (Abschnitt 13) und ein Monitoring-System mit Abbruchkriterien (Abschnitt 14).

Wichtig: Die empfohlene diagnostische Abklärung (mindestens 1×/Jahr) ist in Abschnitt 11 ausführlich beschrieben. Die folgenden Zielwerte dienen als Kurzreferenz:

Parameter Zielwert
25-OH-Vitamin-D3 60–90 ng/ml
Homocystein < 8 µmol/L
Omega-3-Index > 8 %
Selen im Vollblut 120–150 µg/L
D-Dimere < 500 ng/ml
CRP < 1 mg/L (idealerweise < 0,5)

Studienverzeichnis

Hinweis: Die folgenden Studien dienen als wissenschaftliche Referenz für die im Protokoll beschriebenen Mechanismen. Nicht alle Studien sind randomisierte kontrollierte Trials (RCTs) – viele sind In-vitro-, Tier- oder Beobachtungsstudien. Die Evidenzstärke variiert. Zurückgezogene Studien sind gekennzeichnet.

Evidenz-Legende: 🏆 RCT (Randomisierte kontrollierte Studie) · 📊 Meta-Analyse/Syst. Review · 📖 Narrative Übersichtsarbeit · 👥 Kohortenstudie · 🔬 In vitro · 🐁 Tierstudie · 💻 In silico · ⚠️ Retracted

Studie 1a – Vitamin D und p53 🔬

Maruyama R, et al. “The vitamin D receptor is frequently hypermethylated in colon cancer and induces apoptosis via activation of caspases and p53.” Cancer Res. 2006;66(9):4574-80. PMID: 16651406. DOI: 10.1158/0008-5472.CAN-05-2767 — Zeigt, dass der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) p53-abhängige Apoptose aktiviert und dass VDR-Hypermethylierung bei Krebs die Tumorsuppression beeinträchtigt.

Studie 1b – Vitamin D und Krebs (Übersicht) 📖

Holick MF. “Vitamin D deficiency.” N Engl J Med. 2007;357(3):266-81. PMID: 17634462. DOI: 10.1056/NEJMra070553 — Übersichtsarbeit zur Rolle von Vitamin D bei Krebs, Immunfunktion und chronischen Erkrankungen.

Studie 2 – Omega-3-Fettsäuren und Membranschutz 📖

Serhan CN, Levy BD. “Resolvins in inflammation: emergence of the pro-resolving superfamily of mediators.” J Clin Invest. 2018;128(7):2657-2669. PMID: 29757195. DOI: 10.1172/JCI97943 — Beschreibt die entzündungsauflösenden Lipidmediatoren (Resolvine, Protektine), die aus EPA/DHA gebildet werden.

Studie 3 – Insulin, mTOR und Autophagie 📖

Saxton RA, Sabatini DM. “mTOR Signaling in Growth, Metabolism, and Disease.” Cell. 2017;168(6):960-976. PMID: 28283069. DOI: 10.1016/j.cell.2017.02.004 — Fundamentale Übersicht über die mTOR-Signalkaskade, Insulin-Signaling und die Regulation der Autophagie.

Studie 4 – Spike-Protein und DNA-Reparatur ⚠️ RETRACTED

Jiang H, Mei YF. “SARS-CoV-2 Spike Impairs DNA Damage Repair and Inhibits V(D)J Recombination In Vitro.” Viruses. 2021;13(10):2056. PMID: 34696485. DOI: 10.3390/v13102056 — ⚠️ Diese Studie wurde im Mai 2022 zurückgezogen. Die Ergebnisse – dass Spike-Protein die Rekrutierung von BRCA1 und 53BP1 an DNA-Schadensstellen hemmt – sind methodisch umstritten. Neuere unabhängige Arbeiten (siehe Studien 5 und 6) liefern jedoch teilweise komplementäre Hinweise.

Studie 5 – Spike-Protein und p53-Interaktion 💻

Singh N, Bharara Singh A. “S2 subunit of SARS-nCoV-2 interacts with tumor suppressor protein p53 and BRCA: an in silico study.” Transl Oncol. 2020;13(10):100814. PMID: 32619819. DOI: 10.1016/j.tranon.2020.100814 — In-silico-Modellierung zeigt potenzielle direkte Interaktion zwischen Spike-S2-Untereinheit und p53.

Studie 6 – Spike-Protein und genomische Instabilität 🔬

Kyriakopoulos AM, et al. “Mitogen Activated Protein Kinase (MAPK) Activation, p53, and Autophagy Inhibition Characterize the Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) Spike Protein Induced Neurotoxicity.” Cureus. 2022;14(12):e32361. DOI: 10.7759/cureus.32361 — Zeigt Spike-Protein-induzierte p53-Hemmung und Autophagie-Blockade in neuronalen Zelllinien.

Studie 7a – CYP1B1-Aktivierungsmechanismus 🔬

Potter GA, et al. “The cancer preventative agent resveratrol is converted to the anticancer agent piceatannol by the cytochrome P450 enzyme CYP1B1.” Br J Cancer. 2002;86(5):774-8. PMID: 11875742. DOI: 10.1038/sj.bjc.6600197 — Grundlagenarbeit, die den CYP1B1-Aktivierungsmechanismus beschreibt, der auch bei Salvestrolen relevant ist.

Studie 7b – Tumorspezifische CYP1B1-Expression 🔬

Murray GI, et al. “Tumor-specific expression of cytochrome P450 CYP1B1.” Cancer Res. 1997;57(14):3026-31. PMID: 9230218. — Weist die tumorspezifische Überexpression von CYP1B1 nach, die die Grundlage des Salvestrol-Mechanismus bildet.

Studie 8 – NAC und oxidativer Stress 📖

De Flora S, et al. “Rationale for the use of N-acetylcysteine in both prevention and adjuvant therapy of COVID-19.” FASEB J. 2020;34(10):13185-13193. PMID: 32780893. DOI: 10.1096/fj.202001807 — Umfassende Begründung für den Einsatz von NAC bei COVID-19-bedingtem oxidativen Stress.

Studie 9 – Glutathion und Neuroprotektion 🏆

Richie JP Jr, et al. “Randomized controlled trial of oral glutathione supplementation on body stores of glutathione.” Eur J Nutr. 2015;54(2):251-263. PMID: 24791752. DOI: 10.1007/s00394-014-0706-z — Klinische Studie zur Bioverfügbarkeit verschiedener Glutathion-Formulierungen.

Studie 10 – Selen und COVID-19-Outcomes 👥

Moghaddam A, et al. “Selenium Deficiency Is Associated with Mortality Risk from COVID-19.” Nutrients. 2020;12(7):2098. PMID: 32708526. DOI: 10.3390/nu12072098 — Zeigt signifikante Korrelation zwischen Selenstatus und COVID-19-Mortalität.

Studie 11 – TMG/Betain und Homocystein 📊

Olthof MR, Verhoef P. “Effects of betaine intake on plasma homocysteine concentrations and consequences for health.” Curr Drug Metab. 2005;6(1):15-22. PMID: 15720203. DOI: 10.2174/1389200052997366 — Meta-Analyse zur Homocystein-senkenden Wirkung von Betain/TMG.

Studie 12 – Nattokinase und Spike-Protein 🔬

Tanikawa T, et al. “Degradative Effect of Nattokinase on Spike Protein of SARS-CoV-2.” Molecules. 2022;27(17):5405. PMID: 36080170. DOI: 10.3390/molecules27175405 — In-vitro-Studie zeigt dosisabhängige Degradation des Spike-Proteins durch Nattokinase.

Studie 13 – Bromelain und Spike-Protein 🔬

Akhter J, et al. “In Vitro Study of Bromelain on the Cytotoxic Properties and the Spike Protein of SARS-CoV-2.” Int J Pept Res Ther. 2021;27(4):2333-2340. PMID: 34512265. DOI: 10.1007/s10989-021-10263-1 — Zeigt Bromelain-vermittelte Degradation des Spike-Proteins und reduzierte ACE2-Bindung.

Studie 14 – Spermidin und Autophagie 🐁

Eisenberg T, et al. “Induction of autophagy by spermidine promotes longevity.” Nat Cell Biol. 2009;11(11):1305-14. PMID: 19801973. DOI: 10.1038/ncb1975 — Fundamentale Arbeit zur Autophagie-Induktion durch Spermidin.

Studie 15 – Curcumin und Spike-Protein / NF-κB 📖

Thimmulappa RK, et al. “Antiviral and immunomodulatory activity of curcumin: A case for prophylactic therapy for COVID-19.” Heliyon. 2021;7(2):e06350. PMID: 33655074. DOI: 10.1016/j.heliyon.2021.e06350 — Übersicht zur antiviralen Wirkung von Curcumin inkl. Spike-Protein-Bindungshemmung.

Studie 16 – Quercetin als Zink-Ionophor 🔬

Dabbagh-Bazarbachi H, et al. “Zinc ionophore activity of quercetin and epigallocatechin-gallate: from Hepa 1-6 cells to a liposome model.” J Agric Food Chem. 2014;62(32):8085-93. PMID: 25050823. DOI: 10.1021/jf5014633 — Nachweis der Zink-Ionophor-Aktivität von Quercetin und EGCG.

Studie 17 – Zink und p53-Funktion 🔬

Méplan C, et al. “Metalloregulation of the tumor suppressor protein p53: zinc mediates the renaturation of p53 after exposure to metal chelators in vitro and in intact cells.” Oncogene. 2000;19(46):5227-36. PMID: 11077439. DOI: 10.1038/sj.onc.1203907 — Zeigt die essenzielle Rolle von Zink für die korrekte Faltung und DNA-Bindungsaktivität von p53.

Studie 18 – Melatonin und Tumorabwehr 📖

Reiter RJ, et al. “Melatonin as a mitochondria-targeted antioxidant: one of evolution’s best ideas.” Cell Mol Life Sci. 2017;74(21):3863-3881. PMID: 28864909. DOI: 10.1007/s00018-017-2609-7 — Beschreibt die mitochondriale Schutzwirkung und anti-tumorale Eigenschaften von Melatonin.

Studie 19 – EGCG und ACE2-Bindungshemmung 🔬

Liu J, et al. “Epigallocatechin gallate from green tea effectively blocks infection of SARS-CoV-2 and new variants by inhibiting spike binding to ACE2 receptor.” Cell Biosci. 2022;12(1):130. PMID: 35953854. DOI: 10.1186/s13578-022-00871-3 — Zeigt EGCG-vermittelte Hemmung der Spike-ACE2-Interaktion bei Wildtyp und Varianten.

Studie 20 – Vitamin C und Glutathion-Recycling 📖

Padayatty SJ, Levine M. “Vitamin C: the known and the unknown and Goldilocks.” Oral Dis. 2016;22(6):463-493. PMID: 26808119. DOI: 10.1111/odi.12446 — Umfassende Übersicht zur Pharmakokinetik von Vitamin C, einschließlich der Rolle beim Glutathion-Recycling und der Kollagen-Synthese.

Studie 21a – Vitamin C und selektive Zytotoxizität bei Krebs 🔬

Chen Q, et al. “Pharmacologic ascorbic acid concentrations selectively kill cancer cells: action as a pro-drug to deliver hydrogen peroxide to tissues.” Proc Natl Acad Sci USA. 2005;102(38):13604-9. PMID: 16157892. DOI: 10.1073/pnas.0506390102 — Zeigt, dass pharmakologische Vitamin-C-Konzentrationen selektiv Krebszellen über die Fenton-Reaktion (H₂O₂-Generierung) abtöten, während gesunde Zellen geschont werden.

Studie 21b – Hochdosis-Vitamin-C bei Krebs (Übersicht) 📖

Ngo B, et al. “Targeting cancer vulnerabilities with high-dose vitamin C.” Nat Rev Cancer. 2019;19(5):271-282. PMID: 30967651. DOI: 10.1038/s41568-019-0135-7 — Übersicht zu den Mechanismen hochdosierter Vitamin-C-Therapie bei Krebs (KRAS/BRAF-Mutationen, epigenetische Modulation, Immunverstärkung).

Studie 22a – Darm-Mikrobiom und COVID-19-Schwere 👥

Yeoh YK, et al. “Gut microbiota composition reflects disease severity and dysfunctional immune responses in patients with COVID-19.” Gut. 2021;70(4):698-706. PMID: 33431578. DOI: 10.1136/gutjnl-2020-323020 — Zeigt Korrelation zwischen Mikrobiom-Dysbiose und COVID-19-Schwere. Depletion von Faecalibacterium prausnitzii und Bifidobacterium-Spezies korreliert mit erhöhter Inflammation.

Studie 22b – SARS-CoV-2 und Darmmikrobiom-Veränderungen 👥

Zuo T, et al. “Alterations in Gut Microbiota of Patients With COVID-19 During Time of Hospitalization.” Gastroenterology. 2020;159(3):944-955.e8. PMID: 32442562. DOI: 10.1053/j.gastro.2020.05.048 — Dokumentiert SARS-CoV-2-bedingte Veränderungen des Darmmikrobioms und Persistenz der Dysbiose auch nach Viruselimination.

Studie 23a – Kreatin und kognitive Funktion 📊

Avgerinos KI, et al. “Effects of creatine supplementation on cognitive function of healthy individuals: A systematic review of randomized controlled trials.” Exp Gerontol. 2018;108:166-173. PMID: 29704637. DOI: 10.1016/j.exger.2018.04.013 — Systematische Übersicht zeigt positive Effekte von Kreatin auf kognitive Funktion, besonders bei Stress und Schlafentzug.

Studie 23b – Phosphokreatin-System und zelluläre Energiehomöostase 📖

Wallimann T, et al. “Intracellular compartmentation, structure and function of creatine kinase isoenzymes in tissues with high and fluctuating energy demands: the ‘phosphocreatine circuit’ for cellular energy homeostasis.” Biochem J. 1992;281(Pt 1):21-40. PMID: 1731757. DOI: 10.1042/bj2810021 — Grundlagenarbeit zum Phosphokreatin/Kreatinkinase-System als zellulärer Energiepuffer in Herz, Gehirn und Muskulatur.

Studie 24 – Sulforaphan und Nrf2-Aktivierung 🐁

Fahey JW, et al. “Sulforaphane inhibits extracellular, intracellular, and antibiotic-resistant strains of Helicobacter pylori and prevents benzo[a]pyrene-induced stomach tumors.” Proc Natl Acad Sci USA. 2002;99(11):7610-5. PMID: 12032331. DOI: 10.1073/pnas.112203099 — Zeigt die tumorpräventive Wirkung von Sulforaphan über Nrf2-Aktivierung und Phase-II-Enzym-Induktion.

Dinkova-Kostova AT, et al. “Direct evidence that sulfhydryl groups of Keap1 are the sensors regulating induction of phase 2 enzymes that protect against carcinogens and oxidants.” Proc Natl Acad Sci USA. 2002;99(18):11908-13. PMID: 12193649. DOI: 10.1073/pnas.172398899 — Mechanistische Grundlage: Sulforaphan modifiziert Keap1-Cysteine → Nrf2-Freisetzung → Phase-II-Enzym-Induktion.

Studie 25 – Sulforaphan als HDAC-Hemmer und p53-Aktivator 🔬

Myzak MC, et al. “Sulforaphane inhibits histone deacetylase activity in BPH-1, LnCaP and PC-3 prostate epithelial cells.” Carcinogenesis. 2006;27(4):811-9. PMID: 16280330. DOI: 10.1093/carcin/bgi265 — Zeigt HDAC-Hemmung durch Sulforaphan in Prostatakrebszellen → Reaktivierung von p21 und Bax (p53-Zielgene).

Myzak MC, et al. “A novel mechanism of chemoprotection by sulforaphane: inhibition of histone deacetylase.” Cancer Res. 2004;64(16):5767-74. PMID: 15313918. DOI: 10.1158/0008-5472.CAN-04-1326 — Erste Beschreibung von Sulforaphan als diätetischer HDAC-Hemmer mit Relevanz für die Krebsprävention.

Studie 26 – Lycopin als Antioxidans 🔬

Di Mascio P, Kaiser S, Sies H. “Lycopene as the most efficient biological carotenoid singlet oxygen quencher.” Arch Biochem Biophys. 1989;274(2):532-8. PMID: 2802626. DOI: 10.1016/0003-9861(89)90467-0 — Fundamentale Studie: Lycopin ist doppelt so effektiv wie Beta-Carotin und 10× effektiver als α-Tocopherol beim Quenching von Singulett-Sauerstoff.

Studie 27 – Lycopin und Prostatakrebs 📊 👥

Rowles JL 3rd, et al. “Increased dietary and circulating lycopene are associated with reduced prostate cancer risk: a systematic review and meta-analysis.” Prostate Cancer Prostatic Dis. 2017;20(4):361-377. PMID: 28440323. DOI: 10.1038/pcan.2017.25 — Meta-Analyse von 42 Studien: signifikante inverse Assoziation zwischen Lycopin-Aufnahme/-Blutspiegel und Prostatakrebsrisiko.

Giovannucci E, et al. “A prospective study of tomato products, lycopene, and prostate cancer risk.” J Natl Cancer Inst. 2002;94(5):391-8. PMID: 11880478. DOI: 10.1093/jnci/94.5.391 — Prospektive Kohortenstudie (47.365 Männer): Lycopin-reiche Ernährung reduziert Prostatakrebsrisiko, besonders für aggressive Formen.

Studie 28 – NAD+ und zelluläre Funktion 📖

Verdin E. “NAD⁺ in aging, metabolism, and neurodegeneration.” Science. 2015;350(6265):1208-13. PMID: 26785480. DOI: 10.1126/science.aac4854 — Übersichtsarbeit zur zentralen Rolle von NAD+ in Alterung, Metabolismus und Neurodegeneration. Beschreibt NAD+-Abfall als Treiber altersbedingter Erkrankungen.

Studie 29 – PARP, NAD+ und DNA-Reparatur 📖

Hottiger MO, et al. “Toward a unified nomenclature for mammalian ADP-ribosyltransferases.” Trends Biochem Sci. 2010;35(4):208-19. PMID: 20106667. DOI: 10.1016/j.tibs.2009.12.003 — Grundlagenarbeit zu PARP-Enzymen und ihrer NAD+-abhängigen Rolle bei der DNA-Reparatur.

Imai S, Guarente L. “NAD+ and sirtuins in aging and disease.” Trends Cell Biol. 2014;24(8):464-71. PMID: 24786309. DOI: 10.1016/j.tcb.2014.04.002 — Beschreibt die NAD+/Sirtuin-Achse als zentralen Regulator von Genomstabilität, p53-Modulation und Zellüberleben.

Studie 30 – Nicotinamid und Hautkrebsprävention (ONTRAC-RCT) 🏆

Chen AC, et al. “A Phase 3 Randomized Trial of Nicotinamide for Skin-Cancer Chemoprevention.” N Engl J Med. 2015;373(17):1618-26. PMID: 26488693. DOI: 10.1056/NEJMoa1506197 — Randomisierte kontrollierte Studie (386 Patienten): Nicotinamid 500 mg 2×/Tag reduziert das Risiko für Nicht-Melanom-Hautkrebs um 23 % (p = 0.02).


Studie 31 – Bewegung und Krebsrisikoreduktion 👥

Moore SC, et al. “Association of Leisure-Time Physical Activity With Risk of 26 Types of Cancer in 1.44 Million Adults.” JAMA Intern Med. 2016;176(6):816-825. PMID: 27183032. DOI: 10.1001/jamainternmed.2016.1548 — Gepoolte Analyse von 12 prospektiven Kohorten (1,44 Mio. Teilnehmer): Regelmäßige Bewegung reduziert das Risiko für 13 von 26 untersuchten Krebsarten um 20–42 %.

Studie 32 – Schlaf, zirkadiane Disruption und Krebs 📊

Erren TC, et al. “Shift work, cancer and ‘white-box’ epidemiology: Association and causation.” Sci Total Environ. 2016;541:361-366. PMID: 26410720. DOI: 10.1016/j.scitotenv.2015.09.106 — Übersicht zur Evidenz, dass Schichtarbeit (zirkadiane Disruption) das Krebsrisiko signifikant erhöht. IARC-Klassifikation als Gruppe 2A-Karzinogen.


Weiterführende Übersichtsarbeiten 📖

McCullough PA, et al. “A Guide to the Management of COVID-19.” Am J Med. 2021;134(1):16-22. PMID: 32739471. DOI: 10.1016/j.amjmed.2020.07.025 — Klinischer Leitfaden zur COVID-19-Behandlung mit Fokus auf frühzeitige Intervention.

Seneff S, Nigh G. “Worse Than the Disease? Reviewing Some Possible Unintended Consequences of the mRNA Vaccines Against COVID-19.” Int J Vaccine Theory Pract Res. 2021;2(1):38-79. — Diskussion möglicher Langzeitfolgen der Spike-Protein-Expression durch mRNA-Impfstoffe. (Hinweis: Nicht peer-reviewed im klassischen Sinne, aber häufig zitiert.)


Glossar (Biochemische Fachbegriffe)

Begriff Erklärung
ACE2 Angiotensin-Converting-Enzyme 2 – Rezeptor auf Zelloberflächen, an den das Spike-Protein bindet
AMPK AMP-aktivierte Proteinkinase – Energiesensor der Zelle, aktiviert Autophagie und hemmt mTOR
Apoptose Programmierter Zelltod – kontrolliertes “Selbstmordprogramm” defekter Zellen
Autophagie Zelluläres Recycling – Abbau und Wiederverwertung beschädigter Zellbestandteile
CYP1B1 Cytochrom-P450-1B1 – Enzym, das in Krebszellen überexprimiert wird und Salvestrole aktiviert
CYP3A4 Cytochrom-P450-3A4 – Leberenzym, das ca. 50 % aller Medikamente abbaut. Hemmung → höhere Medikamentenspiegel
DNMT DNA-Methyltransferase – Enzym, das Methylgruppen an DNA anheftet (epigenetische Stummschaltung)
EGCG Epigallocatechingallat – Hauptwirkstoff des Grüntees
Epigenetik Veränderung der Genaktivität ohne Änderung der DNA-Sequenz (z. B. durch Methylierung, Histon-Modifikation)
HDAC Histon-Deacetylase – Enzym, das Histone deacetyliert → Gene werden stummgeschaltet. HDAC-Hemmer reaktivieren Tumorsuppressoren
IGF-1 Insulin-like Growth Factor 1 – Wachstumsfaktor, der Zellproliferation fördert
INR International Normalized Ratio – Maß für die Blutgerinnung (relevant bei Warfarin/Marcumar)
mTOR Mechanistic Target of Rapamycin – Zellwachstums-Schalter. Aktiv = Wachstum, gehemmt = Autophagie
NAD+ Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid – Coenzym für 500+ Enzymreaktionen, essenziell für DNA-Reparatur (PARP) und Zellalterung (Sirtuine)
NF-κB Nuclear Factor kappa B – “Master-Entzündungsschalter” der Zelle. Aktiviert Entzündungsgene
Nrf2 Nuclear Factor erythroid 2-related Factor 2 – “Master-Schutzschalter”. Aktiviert Phase-II-Entgiftungsenzyme und antioxidative Gene
p53 Tumorsuppressor-Protein (“Wächter des Genoms”) – kontrolliert Zellzyklus, DNA-Reparatur und Apoptose
PARP Poly-ADP-Ribose-Polymerase – DNA-Reparatur-Enzym, verbraucht NAD+ als Substrat
RCT Randomisierte kontrollierte Studie – Goldstandard der klinischen Forschung
SAM-Zyklus S-Adenosylmethionin-Zyklus – zentraler Methylierungs-Kreislauf der Zelle
Senolytikum Substanz, die seneszente (“Zombie”-)Zellen gezielt beseitigt
Sirtuine NAD+-abhängige Enzyme (SIRT1–7), die Alterung, DNA-Reparatur und Stoffwechsel regulieren
STAT3 Signal Transducer and Activator of Transcription 3 – Entzündungs-Signalweg, der Tumorwachstum fördert

Änderungsprotokoll (Changelog)

Datum Version Änderung
16.02.2026 3.0 Titel neutralisiert. Glossar, Darreichungsformen-Tabelle, Kosten-Einzelaufstellung, Genomik-Lesehilfe und Changelog hinzugefügt
16.02.2026 2.5 Value-Adds: K2/Warfarin-Warnung, CYP3A4/orale Krebstherapien, Biotin/Labor-Interferenz. Sicherheits-Checkliste 12.6
16.02.2026 2.0 8 Optimierungen: Evidenz-Klassifikation, Abschnitt 0/13/14, Stufe 0, HYPOTHESE-Box, Lifestyle-Fundament
16.02.2026 1.5 Gen-basiertes Krebs-Protokoll (Abschnitt 12), Sulforaphan/Lycopin/Niacin, B-Vitamin-Komplex
16.02.2026 1.0 Erstversion: Abschnitte 1–11, Priorisierung, Tagesplan, Wechselwirkungs-Matrix, Studienverzeichnis

Letzte Aktualisierung: 16. Februar 2026 – Marco Kittel